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Wasserschaden nach Rohrbruch: Wer übernimmt die Stromkosten für die Trocknung?

 

Nach einem durch Rohrbruch verursachten Wasserschaden muss unbedingt eine Trocknung mit speziellen Trocknungsgeräten erfolgen. Ansonsten drohen durch die Feuchtigkeit erhebliche Folgeschäden. Ganz abgesehen vom Schimmel, der nun leichtes Spiel hat. Die Bautrockner sind allerdings mit sehr hohen Stromkosten verbunden. Steht also die Frage im Raum: Wer zahlt die Stromkosten für die Trocknungsgeräte?

 

Stromkosten für Bautrockner – das erwartet Sie

 

Die Gesamtstromkosten für die Trocknung hängen einerseits von der Dauer ab (Sie müssen mit mindestens 14 Tagen Trocknungsdauer rechnen), andererseits vom Trocknungsmodell bzw. von der Trockneranzahl. Die Leistung der Geräte schwankt ca. zwischen 300 und 1.500 Watt. Oft laufen die Geräte rund um die Uhr, um die Trocknungsphase nicht unnötig zu verlängern. Das ergibt dann einen Verbrauch zwischen 7 und 36 kWh und damit Kosten bis zu 11 Euro pro Tag.

Grundsätzliche Regelungen zur Kostenübernahme

 

Wer die Verantwortung für den Rohrbruch trägt, muss auch die Kosten für das Trocknungsunternehmen, also auch die Stromkosten übernehmen. Handelt es sich dabei um einen Versicherungsschaden, übernimmt die Versicherung in der Regel auch die Stromkosten.

Wichtig hierbei: Um die Kosten bei der Versicherung geltend machen zu können, müssen geeichte Stromzähler verwendet werden. Viele Anbieter für Bautrockner bieten bereits Geräte mit eingebautem geeichtem Stromzähler an.

 

 

Klärung mit der Versicherung – Ablauf nach dem Wasserschaden

 

Um Problemen mit der Versicherung oder dem Stromanbieter aus dem Weg zu gehen, sollten Sie sich nach dem Wasserschaden an folgenden Ablauf halten:

 

 

 

1. Beauftragen Sie eine Fachfirma für Raumtrocknung – sie liefert die für den jeweiligen Trocknungsfall richtig dimensionierten Geräte und richtet sie vor Ort ein. Zu Beginn der Trocknung wird der Zählerstand Ihres Stromzählers ermittelt.

 

 

2. Nach Einsatzende wird Trocknungsprotokoll erstellt: mit Gerätestanddauer und Stromverbrauch

 

 

Bei Verschulden des Mieters wird dieses Schreiben an den Vermieter/die Hausverwaltung weitergeleitet.

 

 

3. Schicken Sie zeitnah eine Kopie des Trocknungsprotokolls an den Stromversorger, mit Angabe der Vertragskontonummer. Sie zeigen Ihrem Anbieter damit, dass es sich nur um einen kurzzeitig erhöhten Stromverbrauch handelt. Das ist wichtig, um nach der Abrechnung nicht hochgestuft zu werden.

 

 

4. Informieren Sie Ihre Versicherung über die Stromkosten und schicken Sie ihr ebenfalls eine Kopie des Trocknungsprotokolls. Evtl. verlangt der Versicherer auch die letzte Stromrechnung als Vergleich.

 

 

Sie müssen also zunächst die erhöhten Stromkosten zahlen, erhalten den Betrag jedoch von der Versicherung erstattet.

Wasserschaden - Übernahme der Stromkosten

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