Home » Wasserschaden: Wann zahlt die Versicherung?

Wasserschaden: In diesen Fällen zahlt der Versicherer nicht

 

Wasserrohr geplatzt, Starkregen, defekte Leitungen an Wasseranlagen – die Ursachen für einen Wasserschaden sind sehr vielfältig, die Folgen teilweise sehr kostspielig.

 

Gut, dass hier die Versicherung einspringt. Aber Vorsicht: Nicht jeder Wasserschaden wird von Versicherungen übernommen!

 

berflutetes Wohnzimmer

Verschiedene Wasserschäden – verschiedene Versicherungen

 

Jedes Jahr entstehen rund 1 Million Schäden durch Wasser. Ob die Versicherung für diese Schäden aufkommt, hängt einerseits von den Umständen ab, unter denen sie entstanden sind, andererseits von den Gegenständen und Objekten, die betroffen sind.

 

Zudem spielt der Verursacher des Wasserschadens eine Rolle.

 

 

Folgende Versicherungen sind bei durch Wasser entstandenen Schäden verantwortlich:

 

Privathaftpflichtversicherung: Ist die Ursache auf Ihren Nachbarn zurückzuführen, z.B. weil bei diesem die Waschmaschine ausläuft und das Wasser durch die Wand in Ihre Wohnung dringt, dann kommt dessen Privathaftpflichtversicherung für den Schaden auf.

 

Hausratversicherung: Sie übernimmt die Kosten, wenn Hausrat und Mobiliar betroffen sind.

 

Wohngebäudeversicherung: Diese Versicherung kommt für Wasserschäden am Haus auf.

 

Wann die Versicherung nicht zahlt

 

Je nachdem, welche Versicherung Ansprechpartner ist, gelten auch unterschiedliche Anforderungen bei der Kostenübernahme. So muss es sich z.B. bei Privathaftpflicht- und Hausratversicherung um einen sogenannten bestimmungswidrigen Austritt von Leitungswasser handeln, wie etwa an den Abwasserrohren, angeschlossenen Schläuchen oder Wärmepumpen.

 

 

Demnach kommt der Versicherer z.B. nicht für die folgenden Fälle auf:

  • Schäden durch Reinigungswasser
  • Schäden durch ein defektes Wasserbett
  • Schäden durch ein auslaufendes Aquarium

Bei der Wohngebäudeversicherung ist wiederum die regelmäßige Überprüfung der wasserführenden Anlagen ein wichtiges Kriterium dafür, ob der Versicherer zahlt.

 

Darüber hinaus gibt es einige Ursachen, bei denen alle drei Versicherungstypen die Kostenübernahme verweigern:

  • bei vorsätzlicher Verursachung des Wasserschadens
  • Verletzung der Sorgfaltspflicht
  • Fehler beim Melden des Schadens
  • Unterdeckung der Versicherungssumme

 

Wie sieht’s bei Überschwemmungen aus?

 

Bei Naturereignissen wie einer Überschwemmung springt die Hausrat- oder die Wohngebäudeversicherung ein, je nachdem, was von den Schäden betroffen ist, allerdings nur, wenn in der Versicherung eine Zusatzklausel enthalten ist.

 

Diese Zusatz-Versicherung wird als Elementarschadenversicherung bezeichnet und deckt verschiedene durch Naturereignisse verursachte Schäden ab – eben wie den vollgelaufenen Keller durch ein Unwetter.

 


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