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     Rückstau von Abwasser Teil 2: Schutzmaßnahmen gegen Rückstau

 

Um Waschmaschinen, Bodenabläufe, Waschbecken und alle weiteren Entwässerungsanlagen, die unter der Rückstauebene liegen, zu schützen, gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Abwasserleitungen mit freiem Gefälle zum Kanal (d. h. der Kanal liegt tiefer als der Kellerboden) können durch einen Rückstauverschluss abgesichert werden. Wir helfen Ihnen mit den Abwasserleitungen hier.

 

Dieser besteht aus einem Rohrleitungsteil, einem automatischen Hauptverschluss, einem von Hand zu betätigenden Notverschluss sowie einer automatischen Steuerung. Indem die Rückstauklappen bei einem Kanalrückstau die Rohrleitung selbsttätig verschließen, verhindern sie, dass das Wasser aus dem Kanal zurück ins Haus drückt. Nach Beendigung des Rückstaus geben die Klappen den Weg automatisch wieder frei. Je nach Einsatzbereich kommen verschiedene Rückstauverschlüsse zum Einsatz.

 

Rückschlag Ventil zwischen Rohrleitungen - Abwassertechnik Abflussdienst

 Vorteile und Nachteile von Rückstauverschlüssen

 

Mögliche Formen sind Ablaufgarnituren (mit selbstschließender Armatur durch Schwimmerkugel), Kellerbodenabläufen mit mehrfachem Rückstauverschluss oder Rohr-Rückstauverschlüsse (mit automatischer Rückstauklappe für fäkalienfreie Abwässer und fäkalienhaltige Abwässer). Ein Nachteil von Rückstauverschlüssen ist allerdings, dass das anfallende Abwasser nicht entsorgt werden kann, da der Weg zum Kanal durch die geschlossene Rückstauklappe versperrt ist.

 

 

Das heißt, dass Hausbewohner während des Rückstaus keine Toiletten, Duschen, Waschmaschinen und andere Entwässerungsanlagen benutzen können, die sich unterhalb der Rückstauebene befinden. Deswegen dürfen die Verschlüsse nur dort verwendet werden, wo eine Nutzung der Ablaufstelle während des Rückstaus nicht unbedingt erforderlich ist. Mögliche Anwendungsgebiete sind beispielsweise Keller oder Hobbyräume.

 

 

Wenn der öffentliche Kanal höher als die Ablaufstelle liegt oder in den betroffenen Räumlichkeiten eine Abwasserentsorgung auch bei Rückstau möglich sein soll, kommen Hebeanlagen mit Rückstauschleife zum Einsatz. Mit diesen wird das Abwasser bei Rückstau in einem Behälter gesammelt, nach oben gepumpt und die Leitung mit einer Rückstauschleife gesichert, die höher als die Rückstauebene liegen muss. Zu Abwasser Problemen in anderen Städten wie Augsburg fnden Sie hier weitere Informationen.

 

 

In Bodenabläufe und Entwässerungsgegenstände oberhalb der Rückstauebene dürfen keine Rückstauverschlüsse und nur in Ausnahmefällen Abwasserhebeanlagen verwendet werden, da in diesen Fällen kein Rückstau aus der öffentlichen Kanalisation zu erwarten ist und somit eine Sicherung nicht sinnvoll oder erforderlich ist. Alle oberhalb der Rückstauebene liegenden Entwässrungen sind mit Gefälleleitungen zu entwässern.

 

 

Welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, hängt von verschiedenen Kriterien ab:

 

 

  • Höhenlage der Ablaufstelle zur öffentlichen Kanalisation
  • wie die betroffenen Räume genutzt werden
  • ob ein Gefälle zum Kanal vorhanden ist
  • zu entsorgende Abwasserart (fäkalienhaltiges oder fäkalienfreies Abwasser)
  • ob die Entwässerung während der Rückstauzeit sichergestellt werden muss

Hier finden Sie Teil 1 des Beitrag.

 


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