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Dachentwässerungssysteme – exakte Vorgaben durch DIN-Richtlinien

Dachentwässerungen über Abläufe oder Regenrinnen sind nicht nur wichtig, um Regenwasser zu sammeln und damit Wasser zu sparen, sondern nehmen eine wichtige Schutzfunktion für die Hausfassade ein. Aus diesem Grund ist die Dachentwässerung auch durch DIN-Richtlinien geregelt.

 

Entwässerungssysteme zum Schutz von Fassade und Grundmauern

 

Ohne Wasserauffang – und -leitungssysteme würde der Niederschlag an der Hauswand herunterlaufen und sich im Bereich der Grundmauern sammeln. Das würde wiederum zu Verschmutzungen führen und die Wände durchfeuchten. Daher müssen alle Dächer, egal ob Schräg- oder Flachdach, mit Dachentwässerungssystemen ausgestattet werden.

 

Am häufigsten wird hierbei die klassische vorgehängte Dachrinne eingesetzt. Sie muss ohne Lücke zwischen Dachkante und Regenrinne montiert werden, sodass kein Wasser dazwischenlaufen kann. Möglich ist die Dachentwässerung aber auch über innen liegende Systeme, die ins Dach eingebaut werden. Das Wasser wird dabei über Fallrohre abgeleitet.

 

Die innen liegenden Systeme halten natürlich länger, weil sie nicht durch die Witterung beeinflusst werden. Das macht sich jedoch in einem höheren Preis für Materialkosten und Installation bemerkbar. Teurer ist das Ganze schon deshalb, weil bei der innen liegenden Lösung die Dachdämmung den Abläufen entsprechend angepasst werden muss.
Eine Besonderheit stellen Flachdächer dar, denn sie benötigen Notentwässerungssysteme, die an jedem Dachtiefpunkt montiert werden müssen.

 

Möglich ist das entweder durch eine sogenannte Freispiegelentwässerung oder eine Druckströmungsentwässerung. Bei der ersten Variante erfolgt die Ableitung über teilweise gefüllte Rohrleitungen, wodurch das Wasser über die Schwerkraft abgeleitet wird. Bei der zweiten Variante funktioniert die Ableitung über einen Unterdruck, wodurch das Wasser eine hohe Fließgeschwindigkeit erreicht.

 

 

Normen für die Bemessung der Dachentwässerung

 

Die Bemessung von Entwässerungsanlagen ist in Deutschland durch DIN-Normen geregelt. Konkret sind das die DIN 1986, Teil 100 (Entwässerungsanlagen für Gebäude und Grundstücke)

und die DIN EN 12056, Teil 3 (Dachentwässerung, Planung und Bemessung). Daher sollten Berechnung und Installation auch nur von einem Profi durchgeführt werden, der sich mit diesen Anforderungen auskennt.

 

Die Berechnungen zur Dachentwässerung beziehen sich auf folgende Aspekte:

 

  • durchschnittliche Niederschlagsmenge in der betreffenden Region
  • Art des Abflusssystems
  • Baumaterial von Rinnen und Rohren
  • Gefälle
  • effiziente Ableitung des Regenwassers
  • Dachgröße
  • Dachbeschaffenheit

 

Die Ergebnisse wirken sich z.B. auf den Umfang der Entwässerungs-Rohre und die Anzahl der notwendigen Rohre aus.