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Abwasserrohre dämmen: Schallschutz und Schutz vor Schwitzwasser

 

 

 

Werden Abwasserrohre ohne Dämmung verlegt, erzeugen die Durchflussgeräusche sowie die durch die Benutzung der Armaturen erzeugten Geräusche eine starke Lärmbelastung. Doch auch in technischer Hinsicht ist eine Dämmung notwendig, nämlich um die Bildung von Schwitzwasser zu verhindern.

 

Was bei der Dämmung von Abwasserrohren zu beachten ist und inwieweit dafür einen Fachmann erforderlich ist, klären wir in unserem aktuellen Artikel.

 

Wohnqualität hängt maßgeblich von der Rohrdämmung ab

 

 

Das Rauschen des Wassers in den Abwasserrohren ist selbst durch starke Wände hörbar. Durch die Fließbewegung werden die Rohre zum Schwingen gebracht und diese Schwingungen übertragen sich wiederum an Kontaktstellen auf den Baukörper. Er verbreitet den Schall als Resonanzkörper, was zu einer starken Geräuschbelästigung führen kann. Durch diese Ausbreitung sind auch Nutzungsgeräusche der Dusche/Wanne bzw. der Armaturen in angrenzenden Räumen gut hörbar und in den meisten Fällen sehr störend.

 

Laut der DIN 4109 ist die Dämmung in jedem Fall in Mehrfamilienhäusern vorgeschrieben, wobei in Schlafräumen und Wohnräumen ein Wert von 30 dB nicht überschritten werden darf. Allein Räume, die nicht ständig genutzt werden, dürfen auf eine Dämmung der Abwasserrohre verzichten. Das gilt z.B. für den Flur.

 

Die DIN EN 12056 macht ebenfalls Angaben zur Dämmung, allerdings bezieht sich diese auf die Schwitzwasser-Bildung: Demnach müssen Entwässerungsleistungen, die kaltes Wasser führen, gegen Schwitzwasserbildung isoliert werden, sofern es klimatische Verhältnisse oder Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Gebäude erfordern. Ohne Dämmung könnte das Schwitzwasser die Bausubstanz schädigen.

 

 

Möglichkeiten zur Dämmung der Abwasserrohre

Am besten ist es natürlich, wenn die Dämmung schon beim Bau integriert wird, da ansonsten umfangreiche Baumaßnahmen notwendig sind. So lässt sich das Geräuschproblem z.B. schon allein dadurch verringern, dass Badezimmer und Küche neben- oder übereinander angeordnet werden.

Neben den zusätzlichen Dämmungen kommen zunehmend auch Rohrmaterialien zum Einsatz, die von Natur aus weniger Lärm verursachen. Das ist bspw. bei gusseisernen Leitungen der Fall. Sie sind viel schwerer als Kunststoffrohre, was zu weniger Schwingungen und damit zu einem geringeren Luftschall führt. Es gibt aber auch spezielle luftschallgedämmte Kunststoffrohre, die aus mehreren Schichten bestehen.

Trotz dieses Schallschutzes muss beim Einbau von gusseisernen Rohren und luftschallgedämmten Kunststoffrohren die körperschallentkoppelte Montage bedacht werden. Das wiederum erfordert neben der richtigen Wahl von Rohrschellen eine lückenlose Dämmung. Nur wenn die Dämmung ohne Unterbrechungen umgesetzt wird, erfüllt sie voll und ganz den Zweck der Lärmminderung. Sehr druckfeste Materialien wie Rohrschalen oder Lamellenmatten bieten einen optimalen Schallschutz.

 

Besser vom Fachmann Abwasserrohre dämmen lassen

Nicht alle Dämmmaterialien eignen sich für alle Abwasserrohre gleichermaßen. Auch bei der Montage könnten durch Unwissen Fehler auftreten, was womöglich eine effektive Schall- oder Schwitzwasserdämmung verhindert. Überlassen Sie am besten alle arbeiten an den Rohrleitungen und Rohrreinigung den Profi. Die Dämmung von Abwasserrohren sollte daher möglichst einem Fachmann für Sanitärtechnik überlassen werden.

 

Zögern Sie nicht und rufen Sie uns an. Oder schreiben Sie uns. Wir melden uns unverzüglich bei Ihnen.

 


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